23.10.1989
Beginn der Montagsdemonstrationen.
Nach einem Gottesdienst in der Kreuzkirche und einer Großkundgebung auf dem Theaterplatz, auf der unter anderen Hans Modrow, (1. Sekretär der Bezirksleitung Dresden der SED), Wolfgang Berghofer (Oberbürgermeister) und Werner Moke (1. Sekretär der Stadtleitung Dresden der SED) vor etwa 50.000 Teilnehmern sprechen, formiert sich nach dem Ende gegen 21:00 Uhr ein Demonstrationszug. Dieser führt über die Georgi-Dimitroff-Brücke (heute Augustusbrücke), vorbei am Hotel „Bellevue“, zum Neustädter Bahnhof, Platz der Einheit (heute Albertplatz) und die Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke (heute Carolabrücke) zum Rathaus. Hier löst sich der Zug friedlich auf. Von an finden regelmäßig montags Demonstrationen statt. Ein entsprechender Beschluss wird im 3. Rathausgespräch am 30. Oktober gefasst. Am 1. Dezember regelt eine weitere Vereinbarung des Koordinierungsausschusses der basisdemokratischen Gruppen der Stadt Dresden in Abstimmung mit dem Rat der Stadt, der Polizei und den Dresdner Verkehrsbetrieben die Durchführungsmodalitäten: Beginn 19:00 Uhr auf dem Georgi-Dimitroff-Platz (heute Schlossplatz), vorheriger ökumenischer Gottesdienste ab 18:00 Uhr in der Kathedrale (bisher in der Kreuzkirche), Festlegung des Verlaufs mit dem Rat der Stadt (gegenwärtig über Georgi-Dimitroff-Brücke, Köpckestraße, Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke, Pirnaischer Platz, Grunaer Straße zum Fu?ikplatz) und Abschlusskundgebung auf dem Fu?ikplatz (heute Straßburger Platz). Die erste derart offiziell genehmigte Montagsdemonstration findet am 6. November statt.
 
 
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