05.12.1992
Wiedereröffnung der Sempergalerie.
Mit einem Festakt in der Semperoper werden in Anwesenheit des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und des tschechischen Ministerpräsidenten Vaclav Klaus die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Sempergalerie wieder ihrer Bestimmung übergeben. Die Gemäldegalerie Alte Meister in der Westgalerie übernimmt nach historischem Vorbild die Hängung der mehr als 700 Gemälde der flämischen, holländischen, deutschen, spanischen, französischen und italienischen Malerei. Glanzpunkt ist Raffaels „Sixtinischer Madonna“. Die Rüstkammer, ab 1832 Historisches Museum genannt, in der Ostgalerie zeigt rund 1.300 Objekte der fürstlichen Ausstattung, vom Festgewand zum Waffenschmuck. Allerdings gibt es bereits kurz nach der Eröffnung technische Probleme. Im Deutschen Saal und im 2. Obergeschoss werden wegen des sich bildenden Kondenswassers die Wände feucht. Bei einem Probelauf der Feuerlöschtechnik (Kohlendioxid-Löschanlage) strömt Kohlendioxid in die Kellerräume und die angrenzenden Diensträume der Galerie, wobei sich 12 Personen schwer verletzen und zwei an den Folgen sterben. Die Sempergalerie war am 16. Februar 1988 wegen baulicher Mängel geschlossen worden für umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten.
 
 
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